| Die Schleif- und Poliereinrichtung
Der durch das Sägen zugerichtete Stein wird auf dem Schleif- und Poliertisch in einem Gipsbett fixiert. Auf die Steinfläche wird der Schleifrahmen gebracht. Wie aus einem Verzeichnis der Werkzeuge der Schleifmühle vom Juni 1842 hervorgeht, waren diese Schleifrahmen sowohl mit Eisen als auch mit Kupfer beschlagen. Der Schleifrahmen wird vom Mühlenantrieb hin- und her bewegt. Zwischen Werkstück und Schleiffläche wird Quarzsand gespült, bis der Stein eine glatte Oberfläche zeigt, danach wird mit feinem Sand oder Schmirgel weitergeschliffen. Zum Polieren benutzte man Rahmen bzw. Scheiben aus Holz, die mit Leder oder Filz bezogen und mit Bleigewichten beschwert waren. Unter Zugabe von geschlemmter Zinnasche oder auch Tripel, einem aus Afrika importierten, weißgrau bis gelben tonartigen Sediment, sowie feinstem Steinmehl und Wasser wurde der Poliervorgang fortgesetzt. Matten Glanz erzielt man durch Polieren mit weißer Wolle, spiegelnden Glanz zuletzt durch allerfeinste, trockene Zinnasche. Für die Herstellung von Kleinkunstwerken und Schmuckgegenständen gab es eine Drehmaschine zum Steinschleifen, eine Glasdrehmaschine und kleine Schleiftische. Im Schweriner Schloß, im Staatlichen Museum Schwerin oder in der Ausstellung der Schleifmühle legen Steinsachen und Schmuckgegenstände Zeugnis von der Kunstfertigkeit der Schweriner Steinschleifer ab. Für sie gilt gleichermaßen der Zunftspruch der Müller: «Drei Dinge machen einen guten Meister: |
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| Poliertisch der Schleifmühle mit abgenommenem Schleifrahmen; in der Mitte die fixierte Granitplatte, unten der Wasserablauf. Foto: Archiv Schleifmühle |
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| Auf dem Bauch liegend gaben Arbeiter und Tagelöhner den geschnittenen Platten den letzten Schliff: Kantenpolieren oder Profile schneiden und schleifen war immer mühsame und schwere Handarbeit. Foto: Archiv Schleifmühle |
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