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Ein Sägegatter für die Schleifmühle Schwerin |
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Historische Steinsäge aus industrieller Frühzeit soll neues Ausstellungsobjekt werden
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Vor einiger Zeit
wurde dem Stadtgeschichts- und -museumsverein Schwerin e. V. für
die von ihm betriebene Schweriner Schleifmühle eine Stein-Gattersäge
aus dem Steinmetzbetrieb Renger in Altentreptow angeboten. |
unteren Bereich beidseitig die Vorrichtung zum Einspannen des eisernen Sägeblatts. Angetrieben wird die Säge von einem seitlich aufgestellten Schwungrad, das über eine Pleuelstange das Sägeblatt bewegen kann. Auf der Welle des Schwungrads sitzen gleichzeitig die Riemenscheiben für die Transmission, die das Heben und Senken der Traverse und damit der Säge bewirken. Aufgrund der bisherigen Recherche, scheint es sich bei dieser Anlage um das einzig erhaltene Sägegatter für Steine in Deutschland zu handeln. Wohl aus dieser Kenntnis heraus, hat Steinmetz Renger die Säge erhalten wollen und sie deshalb der Schleifmühle angeboten. Der Stadtgeschichts- und -museumsverein Schwerin e.V. beabsichtigt, die Säge nach der erforderlichen Konservierung im Freigelände der Schweriner Schleifmühle wieder aufzubauen. Zwar ist aus statischen Gründen an eine Inbetriebnahme zur Zeit nicht zu denken, dennoch ist das Objekt besonders geeignet, den Besuchern der Schleifmühle zukünftig die technische Entwicklung des Schneidens von Steinen zu veranschaulichen. Aufgrund der Dimensionen der Säge und des Gewichts der einzelnen Teile stellen Abbau, Transport und Wiederaufbau eine besondere Aufgabe dar, deren Lösung nur mit Unterstützung durch Dritte möglich ist.
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Abbau und Transport
sind mittlerweile erfolgt, finanziert ausschließlich aus Mitteln
des Stadtgeschichts- und museumsvereins. Fachlich werden alle Maßnahmen
von einem Restaurator, der auf technische Kulturgüter spezialisiert
ist, begleitet; er hat auch bereits den Abbau dokumentiert. In Schwerin
sind die Einzelteile zunächst in einer Halle der Beschäftigungs-
und Qualifizierungsgesellschaft »Zukunftswerkstatt Schwerin e.V.«
eingelagert, mit welcher der Stadtgeschichts- und museumsverein schon
seit langem erfolgreich zusammenarbeitet. Im kommenden Jahr soll die
Säge durch die Teilnehmer einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme
des Arbeitsamtes gereinigt und konserviert werden. Diese sollen im Sommer
2003 auch den Wiederaufbau der Anlage auf dem Grundstück der Schleifmühle
durchführen. Selbstverständlich werden auch diese Maßnahmen
durch den Restaurator angeleitet und kontrolliert.
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