Neubau eines Funktionsgebäudes für die Schleifmühle Schwerin

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Einzig in Europa

Heute ist die Schleifmühle das einzige Museum in Europa, in dem die alte Kunst der Steinbearbeitung mit der originalgetreu nachgebildeten Technik des 18. Jahrhunderts, angetrieben von der Kraft des Wassers, anschaulich vermittelt wird.

Die Schauanlage lässt jeden Besucher die historische Steinbearbeitungskunst nacherleben. Eine Ausstellung erzählt die Geschichte der Schleifmühle, berichtet von der Herkunft der Steine und zeigt Beispiele der historischen Produkte der Steinschleifer.

Im Freigelände bezeugt eine große, ursprünglich von einer Dampfmaschine angetriebene Gattersäge aus dem ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts einen bedeutenden Schritt in der historischen Entwicklung der Steinbearbeitungstechnik, ebenso wie die Maschinen zur Bearbeitung von Schmucksteinen aus den 1950er Jahren, die zu Vorführungen in Betrieb genommen werden.

Außergewöhnliche Findlinge und beispielhafte Exponate zum historischen Gebrauch bearbeiteter Natursteine runden die Ausstellung ab und präsentieren die Schleifmühle als museales Zentrum zur Kunst historischer Natursteinbearbeitung in Norddeutschland.

Eigentlich 1993 als Förderverein des seit 2005 leider geschlossenen Historischen Museums der Stadt Schwerin gegründet, übernahm der Stadtgeschichts- und -museumsverein 1996 die Schweriner Schleifmühle, die dadurch vor Schließung und drohendem Verfall bewahrt werden konnte.

Der Abschluss eines Erbbaurechtsvertrags 2005 mit dem Land Mecklenburg-Vorpommern als Eigentümer schuf die rechtliche Sicherheit für weitere Vorhaben.

Besuchsentwicklung der Schleifmühle

2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007
4.974 5.620 4.915 6.237 6.710 8.478 8.356 9.500

Das Projekt: Neubau eines Funktionsgebäudes

Dringender Raumbedarf

Das Ausstellungs- und Veranstaltungsangebot, museums- und kulturpädagogische Projekte, die Kooperation mit Touristikpartnern und die daraus resultierenden, stetig steigenden Besuchszahlen der vergangenen Jahre, aber auch das allmähliche Anwachsen der Sammlung haben die Frage nach ausreichenden Räumlichkeiten immer dringlicher werden lassen.

So macht sich das Fehlen eines Werk- bzw. Gruppenraums ebenso stark bemerkbar, wie die völlig unzulängliche Toilettensituation in der Schleifmühle. Beides war bei der Rekonstruktion der Anlage 1985 nicht eingeplant, so dass insbesondere die Toilette den heutigen Anforderungen und Vorschriften in einer öffentlichen Einrichtung in keiner Weise entspricht.

Dass hier dringender Handlungsbedarf besteht, zeigen die Erfahrungen bei Veranstaltungen in der Schleifmühle und bei Besuchen von Busreisegruppen. Aufgrund der Tatsache, dass die Schleifmühle als Museum eine öffentliche Einrichtung darstellt, kann und soll auch die neue Toilette der Öffentlichkeit im Rahmen der Öffnungszeiten der Schleifmühle und bei Veranstaltungen zur Verfügung stehen.

Die bauliche Situation

Das Schleifmühlengrundstück ist mit drei Gebäuden bebaut:

- der Schleifmühle mit Schauanlage und Ausstellung, 1985 erneuert,
- dem Schleifmüllerhaus, um 1785 erbaut, inzwischen denkmalgerecht und nach ökologischen Grundsätzen saniert und
- einem um 1983 errichteten Schuppen in einfacher Mauerwerksbauweise, ohne Fundamente, mit gestampften Fußböden und Welldach.

Diese Gebäude bilden mit zwei benachbarten, privaten Wohnhäusern ein denkmalgeschütztes Ensemble.

Die Planung

sieht vor, den aufgrund seiner Baufälligkeit und der unzulänglichen Struktur kaum noch nutzbaren Schuppen abzutragen und an seiner Stelle eine neues winkelförmiges eingeschossiges Gebäude in Holzständerbauweise zu errichten. Eine Holzverschalung aus Lärchenholz und ein begrünbares Dach sollen das Bild eines optisch eher zurückhaltenden Gebäudes unterstreichen.

Die Flügellänge beträgt ca. 8,60 bzw. 9,90 Meter, ihre Tiefe jeweils ca. 4,20 Meter. Der Neubau behält damit die Grundfläche und die Form des jetzigen Schuppens bei.

Neben einem Werkraum soll unter dem Dach des Funktionsgebäudes auch die neue, unabhängig vom Museumsbetrieb nutzbare Sanitäranlage einschließlich eines Behinderten-WCs entstehen.

Zeit-, Kosten- und Finanzierungsplanung

Das Bauprojekt ist seitens der Stadt mittlerweile genehmigt, der Schuppen abgebrochen, die erforderliche Baureifmachung des Geländes ist erfolgt, so dass der Bau jederzeit beginnen kann. Die Kalkulation geht von von Neubaukosten von ca. 46.000 Euro Baukosten aus. Eigenmittel des Vereins sind in ausreichendem Maß vorhanden

Ein möglichst hoher Anteil soll durch Kooperation mit Bildungsträgern der überbetrieblichen beruflichen Bildung im Bereich des Bauhandwerks und durch Eigenarbeit von Vereinsmitgliedern aufgefangen werden. An finanziellen Mitteln kann der Trägerverein 20.000 € einsetzen. Der Verkauf einer Schleifmühlenmedaille soll zusätzlich zur Finanzierung beitragen, so dass sich folgender Kosten- und Finanzierungsplan ergibt:

Kostenplan
Baukosten
ca. 46.000 Euro
Finanzierungsplan
Eigenmittel
ca. 10.000 Euro
Stiftung der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin
2.500 Euro
Summe
12.500Euro
Fehlbedarf
33.500 Euro

Sponsoring und Förderung

Gesucht werden noch Partner für dieses Projekts, die sich mit Leistungen oder finanziellen Mitteln an der Realisierung des Neubaus beteiligen wollen. Bitte setzen Sie sich mit dem Stadtgeschichts- und -museumsvereins Schwerin e.V. als Träger des Museums Schleifmühle und Bauherr in Verbindung, wenn Sie Interesse an einer Partnerschaft haben.

Selbstverständlich wird Ihr Engagement ein entsprechende Würdigung im Museum und in der Öffentlichkeitsarbeit der Schleifmühle erhalten. Gern auch können Sie für sich und Ihren Betrieb die Schwerin Schleifmühle in Anspruch nehmen. Einzelheiten erfahren Sie beim Vorstand und in der Schleifmühle.

Ihre Ansprechpartner sind

Jörg Moll und Norbert Credé (Vorstand)
sowie Waldemar Leide (Schleifmühle)

Sie erreichen uns per eMail unter schleifmuehle@prohistoria.de.